Gedanken zu den Vorgängen der Silvesternacht in Köln

Nachdenken
Beim Lesen der Berichte zu den sexuellen Belästigungen zu Silvester am Kölner Hauptbahnhof hat der Autor den Eindruck, dass einige Personen und Kreise diese Vorgänge zum Anlass nehmen, wieder mal ins rassistisch-rechtsgerichtete Horn zu blasen und pauschal sämtliche (männlichen) Flüchtlinge / Ausländer unter Generalverdacht zu stellen.

Bei aller geteilten Empörung über die Geschehnisse sollten doch einige grundlegende Regeln beachtet bzw. aufgestellt werden:

1. verpflichtende Sprach- und Integrationskurse für ALLE schon ab Ankunft in Deutschland und nicht erst nach eventuellem monate- oder gar jahrelangem Asylverfahren und abgekapselter Unterbringung in Massenunterkünften.

2. juristische Gleichbehandlung von Deutschen und Ausländern (was zur Zeit nicht geschieht, da zumindest bei Flüchtlingen zusätzlich zu den regulären Strafen auch noch, zumindest teilweise, die Möglichkeit der Abschiebung besteht; was wäre das Äquivalent bei deutschen Straftätern?)

3. keine Vorverurteilung vor Abschluss des Gerichtsverfahrens

4. keine weitere Aufrüstung der Überwachungstechnik, denn diese suggeriert nur Sicherheit, da sie keine Verbrechen präventiv verhindert, sondern höchstens nachträglich im begrenzten Maße bei deren Aufklärung hilft; sich real vor Ort befindendes Polizeipersonal, welches vielleicht WIRKLICH Verbrechen verhindern könnte, wird de facto ja leider entweder immer mehr abgebaut, zumindest aber nicht aufgestockt, oder vorhandenes Personal schiebt massiv Überstunden.

 

Hier ein Artikel, der die Problematik recht ausgewogen darstellt:
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/kolumnen/frauensache/wir-muessen-aengste-jetzt-offen-aussprechen-aid-1.5671531

Dieser Artikel aus der Wochenzeitung DIE ZEIT ist in diesem Zusammenhang ebenfalls lesenswert:
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-01/koeln-silvester-sexuelle-uebergriffe-raub-faq

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